Warum weht dieser Tage am Schlößle die königlich württembergische Fahne?

19 Mai, 2019 | Thema: Geschichte | Author: Andreas Pfeiffer

Alles hat seinen tieferen Grund, denn unser Heimatdorf hatte ja eine wechselhafte Geschichte.

Alles begann 1369 als unser damaliger Landesfürst Eberhard der Greiner, Oeffingen und Hofen an die Herren von Neuhausen auf den Fildern vertauscht hatte. Eigentlich wollte er dessen ganze Burg, bekam aber nur die halbe im Tausch dafür. Nun scherte Oeffingen aus dem Württemberger Verband aus und wurde Rittergut von Neuhausen.

Aus dieser Zeit stammt übrigens unser Schlößle und der Schafstall. 1618 verkaufte uns Reinhard von Neuhausen weiter an den Domstift in Augsburg. Von da an waren wir steuerpflichtig nach Augsburg, woher unser Doppelkreuz und auch die Vogtei stammen. Zum guten Schluss verkaufte man uns 1803 an das Königreich Bayern, was alles noch komplizierter machen sollte. Nun kam ein kleiner Franzose mit Namen Napoleon Bonaparte auf den Plan der Geschichte. Wie wir geschichtsinteressierten natürlich wissen, hatte dieser Mann den bescheidenen Wunsch sich selbst zum Kaiser zu krönen und Frankreich wieder zur Grand Nation zu machen.

    

Dasselbe erleben wir gerade wieder und zwar in den USA. Bei dieser Gelegenheit holte sich der französische Kamerad ehemalige württembergische Ländereien in Frankreich ( Mompelgard ) wieder zurück und schenkte uns Württembergern einfach ein Teil von Franken und Hohenlohe. Das tolle daran war, dass ihm dieser Teil Deutschlands gar nicht gehörte. Das nenne ich großzügig! Als Dankeschön ließ er uns Württemberger auch noch einen König wählen. Ab 1810 waren wir also kein Herzogtum mehr, sondern ein Königreich. Das Herzogtum Baden hatte dem Franzosen leider nichts zu bieten und deshalb wurden sie auch nur zum Großherzogtum erhoben.

Nun zum Ende:
Am 18.Mai 1810 setzten sich ein deutscher Graf mit Namen Zeppelin und die Bayern an den Tisch und schlossen einen Staatsvertrag über die Rückführung ehemaliger bayerischer Besitztümer. So kam unter anderem Oeffingen auch wieder zurück an Württemberg. Ab hier beginnt dann wieder die Geschichtsschreibung in den Württembergischen Büchern. Jetzt taucht übrigens auch unser Oeffingen wieder auf Landkarten auf.
Mit dem hissen der königlich württembergischen Fahne am Schlößle am 18.Mai möchten wir die Wiedereingliederung nach Württemberg gebührend feiern und symbolisieren.

 

Neue Serie - Made in 7013 Oeffingen : SIMPLEX Dosenverschlussmaschine

15 Mai, 2019 | Thema: Oeffinger Anekdoten | Author: Andreas Pfeiffer

Was es in Oeffingen Früher alles gab oder hergestellt wurde. Made in 7013 Oeffingen.

Dies ergibt neue Ideen für eine Serie von Berichten über Gewerbetreibende in Oeffingen.
Veröffentlicht werden diese im Mitteilungsblatt sowie auf der Homepage des HV. oder der F.Z.

Der SIMPLEX Karle, wie er in Oeffingen genannt wurde war Karl Hölderle, geboren 1910 in Neustadt am Titisee im Schwarzwald. Der gelernte Drucker, den es vor dem 2.Weltkrieg nach Oeffingen verschlagen hatte, heiratete dann auch hier eine Gertrud Gauß und wurde sesshaft. Nach der Heimkehr aus russischer Gefangenschaft, in der seine Idee zu einer Dosenverschluss-Maschine gereift ist, begann er eine solche zu konstruieren und zu bauen.

Die erste Werkstatt der Firma SIMPLEX war die Garage der Familie Kern in der Welzheimerstraße.
Nach den Kriegsjahren war es sehr wichtig seine Lebensmittel zu konservieren und einzudosen.
Kühl und Gefrierschränke waren noch nicht so verbreitet und so traf die Idee von Karl Hölderle den Nerv der Zeit. Die Einfachheit seiner Maschinen war bestechend und so ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten.
1950 wurde die erste Mitarbeiterin namens Frau Dolderer zum Verpacken der Maschinele eingestellt.
Kurz darauf zog die Firma SIMPLEX in die Ludwigsburgerstrasse 10 in Scheels Haus. Im Garten wurde eine Produktionshalle samt Büro und Sozialräumen und Versandabteilung gebaut. Nun ging es steil Bergauf, es wurden sämtliche Landwirtschaftlichen Messen besucht und verkauft was das Zeug hielt.

     

Der Bruder von Karl war Zöllner an der Schweizer Grenze und ermöglichte seinem Karl sogar die Teilnahme an der Basler Messe. In dieser Nachkriegszeit war es unmöglich als Deutscher in der Schweiz Geschäfte zu machen aber der Bruder half mit seinen Beziehungen nach. Die Firma SIMPLEX ließ die Metallteile bei Fa.Knittel in Schmiden sowie Mahle in Cannstatt gießen, die Drehteile wurden jedoch selbst gefertigt. Die Endmontage der Maschinen erfolgte dann in 7013 Öffingen bei Stuttgart. Dies steht auch auf dem schönen blauen Typenschild der frühen SIMPLEX Maschinen. Zu Glanzzeiten waren 3 Mitarbeiter in dem Betrieb beschäftigt so auch ein Konstrukteur namens Herr Martin der eigentlich ein Fußballstar beim VFB war.

Ein Mitarbeiter hatte den Spitznamen: Safte der bei einigen alten Oeffingern noch bekannt sein dürfte. Dieser Mann, so wurde mir erzählt stellte sich den Wecker auf mitten in der Nacht, um seine Zigarre rauchen zu können.

Der Versand wurde immer über die Post in Oeffingen abgewickelt, was zu Staus in den kleinen Poststationen führte. Alles stand voll mit Kartons, man konnte kaum noch laufen. Eingedost wurde Alles Mögliche, so zum Beispiel 1960 bei der Heidelberger Weihnachtsmarktmesse den die US Besatzungstruppen verantalteten. Hier verkaufte ein ehemaliger Bäcker Namens Scheube aus Dresden Christstollen in SIMPLEX 2 KG Dosen. Dieser Dosenstollen war solch ein Renner, dass der Messestand abends leergekauft war und der Bäcker in die USA liefern musste. Natürlich in SIMPLEX Dosen. Es wurde Schnaps für den Urlaub in Schweden,Gemüse für den Winter,Spargel für den Verkauf,Wurst für das Camping usw.eingedost. Ein Wäschehersteller vom Bodensee verpackte sogar Socken mit einer SIMPLEX, dafür ist der Oeffinger Hersteller sogar an den Bodensee gefahren und hat des Maschinele vorgeführt.

Die Blechdosen mit dem SIMPLEX Patentrand wurden bei der Firma Stähle in Cannstatt Hergestellt bei der ein Herr Teegen Geschäftsführer war und die Produktion der speziellen SIMPLEX Dosen überwachte. Die letzte Produktion der Verschlussmaschine erfolgte 1986. Dosendeckel werden sogar heute noch ab und an nachgefragt. Es wurden 3 Maschinen mit Elektromotor als Prototypen hergestellt aber nie mehr angeboten.

Dosengrößen gab es in: Campinggröße 200 g Normaldose 430 g Dose 1000 g Dose 1500 g Spargel/ Stollendose 2000 g So endete wieder ein Kapitel Oeffinger Industriegeschichte Made in 7013 Oeffingen.

Der Heimatverein wird sich zu diesem Thema eine Sonderausstellung im Schlössle oder Heimatmuseum einrichten.
Wir danken ganz herzlich Martina Zangenberg die dem Heimatverein mit der Spende einer SIMPLEX von 1950 erst den Zündfunke zu dieser Serie gab. Danke an Berthold Weinsteiger ( Schwiegersohn vom SIMPLEX Karle ) für die Informationen und Bilder zur Firmenchronik, sowie einer werksneuen originalverpackten SIMPLEX Maschine der letzten Generation von 1986, sowie das passende Kochbuch der Fa. SIMPLEX Apparatebau Öffingen bei Stuttgart.

Die letzte Serie von Maschinen sind etwas kompakter als die ersten und mit 7012 Fellbach bezeichnet. Eine SIMPLEX ist übrigens im Haus der Geschichte in Stuttgart unter schwäbischen Erfindungen zu bestaunen. Die allerersten Geräte waren blau lackiert, Später dann in einem kräftigen rot.

Anmerkung vom Verfasser:
Wer besitzt noch eine SIMPLEX Dosenverschlussmaschine, oder kennt eine amüsante Geschichte dazu?
Da ich für die Ausstellung noch eine ganz frühe Maschine, Fotos im Einsatz zu Hause oder Zubehör suche.
Bitte bei mir (Andreas Pfeiffer) melden: 0152/22578733

 

Remstal Gartenschau 2019

10 Mai, 2019 | Thema: Veranstaltungen | Author: Andreas Pfeiffer

Von der Quelle bis zur Mündung verwandelt sich das Remstal in einen unendlichen Garten - die Remstal Gartenschau 2019. Sie ist bundesweit die erste ihrer Art: 16 Städte und Gemeinden setzen vom 10. Mai bis zum 20. Oktober 2019 gemeinsam die Natur des Remstals in Szene.

 

Für 164 Tage, aber auch weit darüber hinaus, wird der gesamte Lebensraum durch viele Maßnahmen und bürgerliches Engagement aufgewertet. Die Innenstädte werden zu grünen Ortsmitten und rücken, dort wo es möglich ist, die Rems wieder in den Mittelpunkt.

Auch der Heimatverein Oeffingen ist mit einem Veranstaltungsprogramm dabei:

https://remstal.de/veranstaltungen/detail/historische-fuehrung-durch-fellbach-oeffingen-zum-musikfest.html


https://stuttgartevents.infomaxnet.de/veranstaltungen-remstal-route/e-geisterfuehrung-in-oeffingen

Einen ganzen Sommer lang wird das Remstal zum Erlebnis für alle Remstäler und Besucherinnen und Besucher – und zur Bühne für tausende Veranstaltungen. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und lassen Sie sich von der Vorfreude auf ein unvergessliches Jahr 2019 anstecken.

 

Römerbrückle

02 Mai, 2019 | Thema: Denkmalschutz | Author: Andreas Pfeiffer

Wir erinnern uns an den heißen Sommer vergangenen Jahres, als nicht nur die Temperaturen hitzig waren, sondern auch die Gemüter in Sachen Oeffinger Römerbrückle.

  

Revue:
Das ca. 800 Jahre alte Römerbrückle unterhalb vom Tennhof wurde im Auftrag der Stadt Fellbach aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen 2018 „saniert“. Was in diesem Fall den Komplettabriss bedeutete.
Nun dazu haben wir schon mehrmals ausführlich berichtet und wollen nicht nochmal darauf eingehen.
Es ist Vergangenheit und deshalb schauen wir nach Vorn. Fakten wurden geschaffen und Oeffingen bekam eine neue Brücke mit einem Geländer.

Anmerkung vom Tiefbauamt:
Die alte Brücke, wenn sie saniert worden wäre hätte kein Geländer gebraucht, da es im Originalzustand Bestandsschutz hätte. Eine Neubaubrücke braucht nach EU Gesetz ein Geländer mit 1,30 Meter Höhe und muss so gebaut sein, dass man es nicht überklettern kann, sowie bei einem Fahrradunfall nicht darüber gestürzt werden könnte. Beim Bau der neuen Brücke, sowie beim Geländerentwurf wurde ich mehrmals vom Tiefbauamt um meine Meinung gebeten und so konnten wir etwas Einfluss auf das Aussehen unseres neuen Römerbrückles oder wie es in Zukunft auch heißen möge, nehmen.

       

Es ist natürlich wie immer Geschmackssache, aber ich finde, dass das Geländer zum Gesamtbild passt und wir freuen uns auf viele Jahre Nutzung. Möge die Brücke uns weiterhin verbinden.

Ein Wunsch vom Verfasser:
Vielleicht spendet die Stadtverwaltung ein paar Kisten Wein oder ein Fass Bier, um mit uns Oeffingern ein kleines Brückenfest zu veranstalten. Der Heimatverein würde das Zelt und das Personal dazu stellen. .



60 Jahre Kulturgemeinschaft Oeffingen

19 Mai, 2019 | Thema: Kulturgemeinschaft | Author: Andreas Pfeiffer



 


Heimatabend

05 Apr, 2019 | Thema: Heimatabend | Author: Andreas Pfeiffer

20 Jahre Heimatverein Oeffingen 1999 e.V.

Leute wie die Zeit vergeht! Es begann alles vor mehr als 45 Jahren als ich mit meinem Vater Helmut Pfeiffer beim Unternehmerstammtisch beim Gaieronkel dabei sein durfte und die alten Oeffinger aus vergangenen Tagen erzählten. Es war für mich als Junge damals immer interessant, wenn Geschichten vom Lugabeutelverein oder von Treibjagden nach dem Krieg erzählt wurden. Es war mir schon immer ein Anliegen diese Geschichten und Anekdoten der Nachwelt zu erhalten.

Unsere Firma Pfeiffer hob oft Baugruben in Oeffingen aus und ich als Kind war natürlich dabei. Wenn beim Ausschachten dann dunkle Erdverfärbungen entdeckt wurden bekam ich den Auftrag Jordan Riede, den Hobbyarchäologen von Oeffingen zu holen. Ich sehe Ihn heute noch vor mir, wie er mit seinem Leiterwagen und Körbchen anreiste. Der ältere Herr und ich knieten dann Stundenlang in der Baugrube und schabten die Wände nach Tonscherben und Knochen aus der Kelten und Römerzeit ab. Das war nach seinen Worten Geschichte zum Begreifen.


                         

Aus diesen Grunderfahrungen heraus reifte über Jahre der Gedanke einen gemeinsamen Treffpunkt zu gründen, an dem sich Jung und Alt erzählen und das Kulturgut Geschichte weitertragen können. Es dauerte noch ein paar Jahre und am 23.04.1999 war es dann soweit, dass sich nach einem Aufruf 8 interessierte Oeffinger im Gewölbekeller des Gasthauses Traube trafen, um den Heimatverein Oeffingen zu gründen. Keiner von uns konnte voraussehen wie toll sich die Sache entwickeln sollte. Unser Gespür war richtig, denn schon beim Adventsmarkt 1999 bekamen wir 34 neue Mitglieder. Die Resonanz war riesig und die Unterstützung der Bevölkerung erstaunte uns alle nicht schlecht.

Seit dieser Zeit gehört der Heimatverein in die Vereinslandschaft der Gesamtstadt Fellbach und hat konstant 200 Mitglieder. Wenn ich mir so anschaue was wir in 20 Jahren schon alles umgetrieben haben muss man selbst staunen. Ausflüge, Veranstaltungen, Heimatmuseum, Schlösslerenovierung, Schafstall, Werkstatt, Festzüge, Exkursionen, Freundschaften mit anderen Heimatvereinen, Bühnenauftritte, Atelierunterricht mit Schülern, Geisterführungen, Fahnenweihe, Museum in Königs Lädle, Scheune bei Eugen Schweizer, Scillawaldrunwanderweg, Kirchturmhocketse, Kleindenkmale, Altar beim Fronleichnamstag, Radiotag mit dem SWR 1, Ortsführungen, Klostererinnerungtafel, uvm.

      

Der Heimatverein Oeffingen veranstaltete am Freitag den 05.04.2019 um 19:30 Uhr im Schlösslekeller einen Heimatabend mit dem Thema 20 jähriges Vereinsbestehen. Die Veranstaltung wurde hier im MB, in der Fellbacher Zeitung, sowie auf unserer Homepage im Internet angekündigt. So war ein volles Haus zu erwarten und so trat es auch ein. Der Gewölbekeller füllte sich bis auf den letzten Platz.

Andreas begrüßte die Mitglieder, Gründungsmitglieder, Gäste und Ehrengäste und berichtete über die Veranstaltungen, die in 2019 schon stattgefunden haben und über die die noch anstehen.

Durch den Bilderrückblick wurde uns erst wieder richtig bewusst was unser Verein in den letzten 20 Jahren alles für die Öffentlichkeit geleistet hat. Wie ich finde ein unschätzbarer Beitrag zur Kulturpflege unserer Gesellschaft.
Ohne Geschichte keine Zukunft ! Nun waren alle auf die Präsentation der Bilder und Videos aus den letzten 20 Jahren unseres Vereines gespannt. Bilder der Vereinsgründung im Traubenkeller, Schweizers Scheune, Ausflüge, Fahnenhocketse, Museumseinweihung, Ortsführungen, Wanderungen, Weihnachtsfeiern, Adventsmärkte, u.v.m. Der Bildervortrag dauerte 45 Minuten und wurde von unserem Vorstand Andreas erläutert.

Anschließend wurden noch Filme aus der Anfangszeit des HV gezeigt, wobei sich viele der Anwesenden heiter und ausgelassen über ihr Aussehen vor 20 Jahren amüsierten. Bei solchen Gelegenheiten auf Film kommen auch Emotionen hoch, so sah man doch den / die ein oder Andere/n, die heute leider nicht mehr unter uns weilen dürfen. Aber so isch halts Leba ! Nichts desto trotz feierten wir einen schönen Heimatabend, bewirtet mit Leberkäse und Kartoffelsalat, Bier und Wein, bis in die späten Abend hinein.

Bekanntmachung :
Wir freuen uns mitteilen zu können, dass sich unser bisheriger Beisitzer Martin Kohnle gerne bereit erklärt hat, das Amt des 2. Vorsitzenden im Heimatverein Oeffingen 1999 e.V. kommissarisch bis zur nächsten Mitglieder-versammlung zu übernehmen. Der Vorstand begrüßte und beglückwünschte ihn mit einem kleinen Präsent und freut sich auf weitere gute Zusammenarbeit zum Wohle des Vereines.

Ich möchte mich noch recht herzlich beim Deko- und Bewirtungsteam für ihre Mithilfe bedanken.
Da der Aufzug im Schlössle derzeit defekt ist, musste von ihnen alles über das Treppenhaus in den Keller und nachts wieder heraufgeschleppt werden. Über eine Erschwerniszulage in Form von Kaltgetränken denkt der Vorstand bei Gelegenheit nach.

Euer 1.Vorsitzender Andreas Pfeiffer
 

Heimatmuseum St. Josef

23 Mrz, 2019 | Thema: Heimatmuseum | Author: Andreas Pfeiffer

Letzten Samstag war wieder einmal unser schönes Heimatmuseum für Interessierte geöffnet. Bei strahlendem Sonnenschein kamen einige Gäste zur geführten Tour durch das Museum in der Remserstrasse 12.



Besonders gefreut hat uns der Besuch eines jungen Paares die erst seit kurzem in Oeffingen wohnen und sich gerne in unserer Heimat integrieren möchten. Ebenso kam Besuch aus Ilsfeld, der hier in Oeffingen aufgewachsen ist und sich mit dem Museumsbesuch wieder in seine Kindheit zurückversetzt fühlte. Mit den Worten: ich weiß heute noch wo das schwarze Loch ist wurde er etwas melancholisch.

Traditionell werden die Gäste von unserem Museumsleiter Karl Kern durch die Räume geführt und alle Fragen beantwortet. Abschließend dürfen sich die Gäste in das ausliegende Gästebuch eintragen, welches dann noch jeweils mit dem passenden Foto der Gruppe vervollständigt wird. Seine Frau Irmgard wartet immer am Ende mit Kaffee und Kuchen für die Helfer oder auch mal wie am Samstag für den letzten Gast auf.



Das Museum hat im Jahr 4 Öffnungstermine:

1. Im Frühjahr, Samstag 23.03.2019
2. Beim Museumsfest, Samstag 20.07.2019
3. Im Herbst, Samstag 26.10.2019
4. Im Winter, Samstag 23.11.2019


Auf Wunsch kann man auch ab 10 Personen eine Museumstour bei Karl Kern 0711/511998 buchen.

Wir hatten schon die tollsten Gruppen hier, sagt Karl Kern. Von der Firma BOSCH Besuch aus China, Gäste aus USA, einige Seniorenwandergruppen aus allen Himmelsrichtungen, Schulklassen, Geburtstagsgruppen, Klassentreffen, Jahrgänge und Kindergartengruppen.

Zur Geschichte:

Das Gebäude gehört der Katholischen Kirche in Oeffingen und stammt aus der Zeit ( schätzungsweise ) 1900-1920 vielleicht auch älter, aber das muss erst erforscht werden. Das vordere Gebäude diente als Schwesternwohnhaus und als kleine Krankenstation, der Saal war Turnhalle, Kinderschiale und Veranstaltungssaal mit Tribühne.

Unter dieser Bühne befand sich ein Hohlraum in dem es stockdunkel war. Wenn sich ein Kind im Schiale ( Kindergarten ) irgendetwas zu Schulden kommen ließ wurde es von den barherzigen Schwestern in das schwarze Loch eingesperrt. Pädagogisch sicher nicht wertvoll, denn viele ältere Oeffinger möchten sich nur ungerne an dieses Kapitel erinnern.

Bis heute wohnt die Sozialstationspflegerin im Vorderhaus, die Pfadfinder sind anschließend im 1.Drittel des Saalgebäudes mit ihrem Materiallager untergekommen. Die restlichen 2 Drittel, sowie die Küche und Sozialräume wurden von unserem Heimatverein im Jahre 2006 angemietet und als Museum umgebaut.

Wer dieses Museum noch nicht besucht haben sollte, darf die nächste Gelegenheit nicht versäumen. 140 qm liebevoll eingerichtet, zeigt es doch den Alltag unserer Vorfahren.

Danke für die Mühe an unser Museumsteam, man sieht sich.


 

 

Les amol dia Stoi zamma

17 Mrz, 2019 | Thema: Berichte | Author: Andreas Pfeiffer

Les amol dia Stoi zamma ! Nein das ist kein Französisch und auch kein Englisch, sondern ein Satz den unsere Großeltern und Eltern als Kinder öfters bei der Feldarbeit hören mussten.

     
 
Bei meinem letzten sonntäglichen Rundgang über Oeffingens Felder und Fluren, sind mir an einer Ackerfurt ein paar Steinhaufen aufgefallen. In der ganzen Umgebung war nur Erde zu sehen, jedoch an drei Stellen lagen kleine Feldsteinen als Haufen zusammengetragen. Ganz unscheinbar, aber dennoch unverkennbar hatte hier jemand vor vielen Jahren Steine klauben müssen.

Für mich sind diese Steinhaufen auch eine Art von Denkmal und Kulturerbe. In meinen letzten Berichten hatten wir ja immer wieder über das harte Leben unserer Ahnen berichtet. Dazu gehört auch die Feldarbeit, bei der nicht selten auch die Kinder mithelfen mussten. So war es die Aufgabe der Kleinen, die Äcker von Steinen zu befreien, die beim Pflügen oder Eggen an die Oberfläche gekommen sind. Diese Steine hätten unter Umständen den Pflug stumpf gemacht oder gar beschädigt. Die Kinder mussten sie auflesen, im Schurz oder im Korb an den Ackerrand tragen und dort aufschütten. Und so kam mir der Gedanke all diesen Kindern auf diesem Weg Heute für Ihren schmerzhaften Einsatz beim Steine klauben zu danken.

 

Freundschaftspflege mit dem Heimatverein Schwaikheim

10 Mrz, 2019 | Thema: Berichte | Author: Andreas Pfeiffer

Die Geschichte des Heimatvereins Oeffingen und die des H.V. Schwaikheims, sowie dem Remser H.V. ist sehr eng verbunden. Dieses Jahr im April begeht unser Heimatverein sein 20 jähriges Jubiläum und wenn ich so daran denke wie im Jahre 1999 alles begann, bin ich schon etwas stolz auf uns.

Als ich damals geschäftlich in Schwaikheim unterwegs war, kam ich am örtlichen Heimatmuseum vorbei und habe mir den Kontakt mitgenommen. Meine ersten Gehversuche als Vereinsvorstand habe ich dann auch tatsächlich mit Hilfe des damaligen 1.Vorsitzenden des Schwaikheimer H.V. Erich Zürn begonnen, der mir die Erfahrungen mit seinem Verein vermittelte. Ich war Gast bei einer seiner Jahreshauptversammlungen und Museumstagen, sowie Sommerfesten und Maibaumaufstellungen.

       

Aus diesen Besuchen entstand eine Freundschaft bei der im Wechsel Delegationen von uns nach Schwaikheim gingen und im Gegenzug Delegationen zu uns kamen. Diese Beziehungen bestehen bis heute noch, aber da sich dieser Verein altersbedingt auch verändert hat sind unsere Kontakte etwas abgeflacht. Letzten Freitag war ich wieder geschäftlich in Schwaikheim und habe das Museum auf gut Glück besucht, dabei wurde ich zufällig Gast bei einer Museumsführung. Ich denke gerne an die Aktionen zurück bei denen wir mit dem Bus das Museum in Schwaikheim besucht haben und durch unsere große Truppe für Aufsehen gesorgt hatten. An all die HV Mitglieder von uns, die immer mit nach Schwaikheim gefahren sind, soll ich die besten Grüße ausrichten. Von der ganz alten Garde in Schwaikheim lebt noch Erich Zürn ( 85 ) und Ex Bürgermeister Krüger ( 89 ).

Der Kontakt mit dem Remser H.V. wird regelmäßiger gepflegt, da immer Montagabends im Museum die Gastwirtschaft geöffnet ist und sich der ein oder andere Oeffinger dort sehen lässt. Beim Remser H.V. war letztes Jahr eine Delegation mit Fahne anlässlich des Festzuges 750 Jahre Neckarrems dabei. Die Wanderung nach Rems Mitte Mai ist ebenfalls immer noch ein fester Termin im Jahresplan des HV Oeffingen. Anbei Bilder aus alten Tagen beim HV Schwaikheim, sowie aktuelle Bilder von ihrem Museum. Euer rasender Reporter,1.Vorsitzender Andreas Pfeiffer de

 

Oeffingen unter Tage oder Kulturgut Gewölbekeller

03 Mrz, 2019 | Thema: Berichte | Author: Andreas Pfeiffer

So könnte ein weiteres Projekt des Heimatvereins Oeffingen heißen.
Wenn man sich mit der Geschichte unseres Ortes beschäftigt, kommt man unweigerlich an die Alltagsprobleme unserer Vorfahren, die sicher ein anstrengendes Leben geführt haben.

Da unser Dorf doch eher bäuerlich geprägt war, drehte sich bestimmt der Alltag um Ackerbau und Viehzucht, Gemüse und Obstanbau für die eigene Familie, die ja nicht selten aus mehreren Generationen, sowie 5-8 oder mehr Kindern bestand. Wenn der Vater nun auch noch ins Gschäft gegangen ist, zum Beispiel zum Bosch, Mahle, Daimler oder beim hiesigen Bauunternehmer als Hilfsarbeiter oder Gipser tätig war, blieb die Arbeit den Tag über an der Frau hängen.

Die Organisation der Lebensmittelvorräte im Haus musste klar definiert werden und systematisch vorbereitet sein. Wer nicht im Winter seine Keller und Regale voll mit Lebensmitteln hatte bekam ein Problem, denn Geld war wenig da und einen Supermarkt gab es auch nicht an jeder Ecke.

     

Konservierung lautete das große Thema der Hausfrau:
Im Herbst gab es manches im Überfluss, aber 6 Wochen später sah alles anders aus, denn das nächste Frische gab es erst wieder im Frühling. Jetzt kam die Geheimwaffe namens Erfahrung und Wissen der Ahnen zum Einsatz. Das wertvollste an einem Haus war schon in grauer Vorzeit immer der Gewölbekeller, welcher das ganze Jahr über durch seinen gestampften Lehmboden eine gleichbleibende Temperatur von ca. 12 Grad hielt. Bei richtiger Vorbereitung und Belüftung war hier eine Art Kühlschrank vorhanden. Das eigene Schwein wurde geschlachtet, Schmalz, Würste, Rauchfleisch, Wurstbüchsen, Bratenfleisch in Gläser in die Kellerregale gestellt. Sauerkraut in die Stande eingehobelt ( Tongefäß oder Holzfass mit Stein und Brett beschwert ). Karotten und Rote Beete in Sand eingegraben. Gurken und sonstiges Gemüse wurde in Gläser eingeweckt. Kirschen und Birnenschnitz eingedünstet, Marmelade, Kirsch- und Apfelsaft eingekocht. Dörrobst getrocknet und im Säckle auf der Bühne aufgehängt. Die Mostfässer waren hoffentlich auch voll, denn nur wenige hatten eigenen Wein.

Wer nun so nach viel mühseliger Arbeit in seinen Vorratskeller blicken konnte, war reicher als jeder Fürst und konnte sich auf die ruhigere Zeit im Jahr freuen.

Durch meine sonntäglichen Wanderungen durch Oeffingen durfte ich dank der Besitzer schon in manchen Gewölbekeller spickeln. Es ist sehr interessant, wie viele und schöne Keller wir hier in Oeffingen noch haben. Dies ist wie ich meine ein sehr großer Schatz, der erhalten werden muss.

Zum Teil existieren in Oeffingen 3 Keller in die Tiefe versetzt, bis hin zum Eiskeller einer ehemaligen Brauerei.

Eine Idee von mir wäre eine Art Katalog zu erstellen, indem unsere Keller immer mit dem dazugehörigen Haus abgebildet sind. Als Steigerung könnte eine Kellerführung in kleinem Rahmen stattfinden oder ein Heimatabend mit dem Thema „ Oeffingen unter Tage „ veranstaltet werden. Ich freue mich schon heute darauf.
Lasst euch überraschen. Vielleicht darf ich ja auch einmal in Ihren Schatzkeller schauen, sprechen Sie mich einfach an. Euer Archivar, rasender Reporter und 1.Vorstand Andreas Pfeiffer
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Gruslige Ortsführung durch das nächtliche Oeffingen

22 Feb, 2019 | Thema: Veranstaltungen | Author: Andreas Pfeiffer

Hört Hört !! oder ALARM- Ruf zur nächtlichen Stunde.

Wir schreiben zwar das Jahr 2019, aber an manchen Abenden entführen der Nachtwächter Andreas Pfeiffer und die 12 Hartwaldhexen ihre Gäste in die Vergangenheit zwischen den Jahren 1369 und 1810 zurück.
Wer in den letzten Tagen in der Oeffinger Altstadt zur Abendzeit laute Alarmrufe oder Wolfsgeheul gehört hat, der darf seinen Ohren weiterhin vertrauen, denn es war keine Einbildung sondern eine Geisterführung. Ebenso kann es passieren, dass der Gevatter Tod mit seiner Sense am Straßenrand steht oder der Nachtwächter mit Mantel und Laterne um die Ecke kommt. Dies hat auch schon zu einem kleinen Polizeieinsatz geführt.

Es begann alles vor knapp 10 Jahren, als beim Historischen Kinderfest der Kindersportabteilung des TVOE ein Gauklermarkt im Schiller-Schulhof abgehalten wurde. Die Idee war nun eine Ortsführung und die Hartwaldhexen zusammen zu bringen und eine Geisterführung ins Leben zu rufen. Dem Nachtwächter Andreas Pfeiffer, der nebenbei auch noch 1.Vorsitzender des Heimatverein Oeffingen199 e.V. ist, war von Anfang an wichtig, dass geschichtlich fundiertes Wissen mit gespenstischer Unterhaltung gepaart wurden.

   

Dass dieser Gedanke auf solch ein großes Interesse stoßen würde haben wir nicht geglaubt, sagt Antje Vock von den Hartwaldhexen, die aus ehemaligen Handballdamen entstanden sind. Die Veranstaltung findet seither 2 x im Jahr statt und ist immer ausgebucht. Es gibt einige Gäste, die schon mehrmals dabei waren und sich immer wieder verzaubern lassen.

Die Geisterführung wurde von Landfrauen, der Feuerwehr, Nachbarschaftsverein der Scillawaldstraße, Pfadfinder, der Handballabteilung des TVOE, Familientreffen, sowie Freundeskreise verschiedenster Richtungen gebucht. Üblicherweise bekommt man nur auf Empfehlung oder lange Wartezeiten eine der begehrten Karten. Damit jedermann die gleiche Chance bekommt, haben wir uns entschlossen die Herbstführung 2019 im Rahmen der Remstalgartenschau über den i Punkt in Fellbach vermarkten zu lassen. Veranstalter dieser Sonderführung ist der Heimatverein und die Hartwaldhexen.

Also:
Wer nun Lust auf eine gruselige Ortsführung durch das nächtliche Oeffingen bekommen hat, kann sein Glück beim i Punkt in Fellbach versuchen. Termin : Freitag 27.09.2019 Beginn 20:00 Uhr Dauer ca.2,5 Stunden.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber eine in Oeffingen überlieferte Gruselgeschichte darf ich schon erzählen:

Kein Oeffinger Bauer wäre jemals nach Einbruch der Dämmerung ins Aldinger Feld gegangen, man hatte zu viel Angst, weil es hieß dort würden Männer geistweise gehen und über die Äcker spuken. Man sehe dort auch öfters seltsame Lichter am Abend, selbst dann, wenn keine Person dort wäre.

Wer noch mehr Geistergeschichten aus Oeffingen kennt, soll sich bitte bei mir melden.
Zurzeit bin ich des Öfteren auch mit der Kamera in Oeffingen unterwegs, vielleicht sieht man sich.
Auf Bald ,Euer Oeffinger Historiker,Nachtwächter,Archivar,1.Vorsitzender,……. Andreas Pfeiffer.

 

Jahreshauptversammlung 2019

08 Feb, 2019 | Thema: Veranstaltungen | Author: Andreas Pfeiffer

Die Jahreshauptversammlung mit den Neuwahlen fand am Freitag, 08.02.2019, um 19:30 Uhr
im Schlössle-Keller, Schulstraße, Oeffingen statt.

Schon wieder ist ein Vereinsjahr vorbei und die Jahreshauptversammlung stand an. So trafen sich am vergangenen Freitag 45 der insgesamt 198 Mitglieder im Gewölbekeller des Schlößles in Oeffingen. Unser Helferteam hatte wieder alles schön dekoriert und Bauernbratwürste mit Kartoffelsalat vorbereitet. Traditionell wurden die Gäste von zwei Ausschußmitgliedern mit einem Glas Sekt an der Eingangstüre begrüßt.

    

Der 1.Vorsitzende Andreas Pfeiffer begrüßte aufs herzlichste alle Mitglieder, das Ehrenmitglied Karl Kern, die Jugendabteilung des Heimatvereins, die Stadträte, sowie die Vereinsvorstände unserer befreundeten Oeffinger Vereine. Beim TOP 2 erhoben sich die Gäste zum Gedenken an unsere im letzten Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder: Gisela Biller, Thomas Singer, Johannes Kurka und Willi Strehle.

Nun folgte der Bericht des 1.Vorsitzenden über die Aktivitäten im Jahr 2018. Der Veranstaltungskalender war wieder gut gefüllt, so dass jedes Mitglied 2018 wieder auf seine Kosten gekommen sein müsste. Nach dem Bericht des Kassiers Hardy Wasilewski, sowie der Kassenprüfer Helmut Bronner und Mario Kipping konnte der Vorstand entlastet werden.

Unser Vereinsmitglied Achim Kern führte die Neuwahlen / Bestätigungen im Amt durch. Zur Wahl / Bestätigung standen der 2.Vorsitzende, Schriftführer, Pressewart, 1 Kassenprüfer, 2 Beisitzer und der Wirtschaftsführer.
Die Wahl des 2.Vorsitzenden blieb an diesem Abend erfolglos. Der seitherige Amtsinhaber Frank Schwinghammer legte bereits im August 2018 alle seine Ämter nieder und stellte sich nicht mehr zur Verfügung. Da sich an der Mitgliederversammlung letzten Freitag kein weiterer Kandidat fand, blieb dieser Posten vorerst unbesetzt.
Wir werden nun in aller Ruhe einen passenden Kandidaten oder Kandidatin suchen.

Die Bestätigungen im Amt:
der Kassenprüfer: Kipping, Beisitzer: Kurzenberger und Trieb, Wirtschaftsführer: Trieb.
Die Arbeit des Pressewarts übernimmt kommissarisch Andreas Pfeiffer, die des Schriftführers Hardy Wasilewski.


Nun wurden die Termine im Veranstaltungskalender 2019 vom 1.Vositzenden vorgetragen. Es stehen wieder interessante Dinge an, so z.B. Heimatabende, die Museumshocketse, Museumstage, Historische Ortsführungen usw… Unter Punkt Verschiedenes wurde der ehemalige 2.Vorsitzende mit einer Dankeskarte und einem Präsent bedacht und verabschiedet. Berichte aus Museum und Schafstall rundeten den Abend noch ab. Zum Schluss wurde noch ein Bilderjahresrückblick 2018 gezeigt und in der Runde noch etwas diskutiert. Dann konnte der offizielle Teil beendet werden. Der Vorstand bedankt sich bei allen Helfern, allen Mitgliedern, sowie bei seinem Ausschuß für die vorbildliche Zusammenarbeit im Jahr 2018 und freut sich auf das kommende Jahr.


           

 

Metzelsuppe für Ausschussmitglieder und Partnern im Schaffstall

02 Feb, 2019 | Thema: Veranstaltungen | Author: Andreas Pfeiffer

Vor einigen Jahren organisierte unser damaliger Werkstattbeauftragter Kurt Baumann im Schafstall eine Metzelsuppe. Diese Tradition geriet dann etwas in Vergessenheit und wurde vergangenen Samstag von Hardy Wasilewski und Alfred Kurzenberger wiederbelebt. Im Schafstall trafen sich die Beiden schon am Freitag, denn wie jeder ordentlicher Schwabe von seiner Großmutter gelernt hat : Sauerkraut muß mehrmals warm gemacht werden um sämig zu sein.



Am Samstagvormittag haben die Beiden das Kesselfleisch und die Würste vorbereitet,ebenso das Bauernbrot.
Gegen 12.30 Uhr trafen sich dann die hungrigen Ausschußmitglieder / Partner zur Metzelsuppe im Schafstall.
Nachdem wir einiges vereinsinternes besprochen hatten ging es zum geselligen Teil über.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die tolle Organisation und den sehr schönen und gemütlichen Nachmittag mit Euch.
Die Metzelsuppe im Schafstall werden wir auf alle Fälle als nette Tradition fortführen.

Hintergrundinformation zur Metzelsuppe :
Schon seit Urzeiten mussten die Bauern für Ihre Lebensmittel selber sorgen,so auch für den Wintervorrat an Fleisch und Schmalz. Da die Kühlmöglichkeiten aber beschränkt oder gar nicht vorhanden waren mußte ein System her. So kam man auf die Idee, dass die Bauern im Dorf zeitversetzt im Winter geschlachtet haben und somit jede Woche Frisches zur Verfügung stand. Der positive Nebeneffekt hierbei, dass man eine gute Nachbarschaft pflegen musste.
Dies hieß früher Austragen: ( Milchkännchen mit Wurstsuppe / Kesselbrühe und ein paar Stücke gekochtes fettes Fleisch darin ). Je mehr man den Nachbarn leiden konnte, umso mehr Fleisch war drin und um so fetter die Brühe.
Wenn der Hausmetzger auf dem Hof war gab es immer ein großes Hallo, denn das hieß unter Umständen sich mal wieder mit frischem Kesselfleisch oder Leber und Blutwürsten satt zu essen. Ebenso gab es wieder Schmalz für Fasnetsküchla und sonstigem Süßem. Das Rauchfleisch wurde eingesalzen, Dosenfleisch eingemacht und Bauernbratwürste und Peitschenstecken zum Trocknen aufgehängt. Durch moderne Konservierungs-, bzw. Kühlmethoden ist der Brauch der Metzelsuppe leider fast verloren gegangen.

Es grüßt Euch Euer 1.Vorsitzender und Metzgermeister Andreas Pfeiffer

 

Alte Pieta und Kriegerdenkmal

27 Jan, 2019 | Thema: Geschichte | Author: Andreas Pfeiffer

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich - Andreas Pfeiffer - bin auf dieses alte Foto der alten Pieta samt Kriegerdenkmal gestoßen. Meine Frage: wer weiß wo die Namenstafeln und das Steinkreuz des ehemaligen kompletten Denkmals hingekommen sind ?

    

Das Ehrenmal stand einst an der Friedhofsmauer Richtung Osten.
Nun steht nur noch die Pieta in der Mitte des alten Friedhofes.
Zur Info:
Das alte Ehrenmal wurde vom Oeffinger Bildhauer Anton Morell 1907 gestaltet und erbaut.
Im Zuge der Modernisierung des neuen Friedhofs und mit der Einweihung des neuen Kriegerehrenmals wurde das ursprüngliche zum Teil entfernt. Wer Hinweise zum Verbleib hat, möchte sich bitte bei mir melden.

 

Besuch im Heimatmuseum St. Josef

24 Jan, 2019 | Thema: Heimatmuseum | Author: Andreas Pfeiffer

Es ist schön zu sehen, dass unser Angebot eines geführten Besuches durch unser Heimatmuseum immer mehr Anklang findet. So war letzten Mittwoch eine Geburstags-Senioren-Gruppe mit 20 Personen aus Untertürkheim bei uns auf Besichtigungstour. Die Resonanz war toll und alle waren sichtlich über unser schön eingerichtetes Museum begeistert.
Nachdem sich alle in unser Gästebuch verewigt hatten, zogen sie wie die heiligen 3 Könige weiter zu Schmiegs Kellerbesen und später wieder mit dem Bus nach Hause.




Auch für die kommende Woche hat sich wieder eine Gruppe aus Schmiden angekündigt.
Vielen Dank an unser Museumsteam Karl und Irmgard Kern.

 

Oeffinger Steinbrüche

24 Jan, 2019 | Thema: Geschichte | Author: Andreas Pfeiffer

Wir suchen Fotos und Dias zu den alten Steinbrüchen von Oeffingen.
Aktuell suchen wir zur Vorbereitung eines Heimatabends zum Thema Steinbrüche in Oeffingen Fotos aller Art.
Bitte alles anbieten, ich - Andreas Pfeiffer - komme gerne zur Durchsicht vorbei.
Die Rückgabe der Bilder wird garantiert.
Wir sind auch an Geschichten und Gegenständen zu diesem Thema stark interessiert.
Zum Beispiel Fotos mit alten LKW's, Landschaftsbilder mit Steinbruch, Arbeiter, Fahrzeuge, Luftaufnahmen...

 

Eine
tiefe Wunde klaffte jahrzehntelang beim Fellbacher Stadtteil Oeffingen in der Natur. Der 1922 begonnene Steinbruchbetrieb der Firma Karl Epple hatte in Blickweite zur Siedlung eine von Kratern übersäte Mondlandschaft und schwindelerregend hohe Abbruchwände hinterlassen. Den Bewohnern von Oeffingen brachte das Lärm, Staub, Dreck und Lastwagenverkehr. Und weil Risse an Gebäuden auf die Sprengungen am Rand des Weidachtals zurückgeführt wurden, hoben Gegner weiland gar den „Verein der Steinbruchgeschädigten“ aus der Taufe, um juristisch gegen die Lasten des Gesteinsabbaus vorzugehen.

  

Inzwischen ist bei Oeffingen nichts mehr von dem zerklüfteten Gelände zu sehen, die Ausmaße des einst
12,5 Hektar großen Steinbruch-Areals sind für Orts-unkundige allenfalls zu erahnen.
Statt einer Abbruchwand – der Vergleich der Luftbilder von 1955 und heute zeigt es deutlich – erhebt sich am
Rand des Weidachtals der Oeffinger Berg. Aus einem Loch ist ein Hügel geworden, auf dem der aus Ostfildern stammende Tibor Wodetzky im Auftrag der Stadt seine Schafe und Ziegen weiden lässt.
Erst im Frühjahr hat das Fellbacher Rathaus einen so genannten Krötenzirkel angelegt, um für Gelbbauchunken und Wechselkröten einen Ersatz-Lebensraum zu schaffen und sich Pluspunkte für die kommunale Öko-Bilanz zu sichern. Die grüne Oase wird von Joggern ebenso gern besucht wie von Spaziergängern, aus dem
Steinbruch am Rand von Oeffingen ist ein weit über Fellbach hinaus bekanntes Naherholungsgebiet geworden.

 

In eigener Sache

03 Jan, 2019 | Thema: In eigener Sache | Author: Andreas Pfeiffer

Interessiert Sie ein bestimmtes Thema, welches bei einem Heimatabend behandelt werden soll,
dann setzen Sie sich bitte mit unserem Vorstand in Verbindung.

Ahnenforschung
Wollen Sie Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen näher kennen lernen oder haben Sie Fragen bzgl. Ihrer Vorfahren ? Wer Ahnenforschung betreiben möchte, der kann sich mit dem Vorstand in Verbindung setzen. Gerne vermitteln wir den Kontakt zu Frau Christina Lamparter. Frau Lamparter steht mit Rat und Tat zur Seite und freut sich über Aufträge.

Heimatmuseum St. Josef
Buchen Sie Sonderführungen ab 10 Personen. Ansprechpartner: Karl Kern, Tel.: 0711/511998.
Eintritt: Erwachsene 2.- EUR, Kinder/Schüler/Studenten: 1,- EUR.

Ausstellung im Schlössle
Unsere Dauerausstellung im Schlössle (Bilder und Exponate zu: Frühgeschichte Oeffingen, historische Spielsachen usw.) ist kostenlos zu sehen. Die Öffnungszeiten korrespondieren mit denen der Geschäftsstelle des TV Oeffingen.
Die Ausstellung ist also immer Dienstags von 14:30 Uhr - 19:00 Uhr und Freitags von 8:30 Uhr - 12:30 Uhr zu besichtigen.

Scillawald-Rundwanderweg
Der Flyer zu dem vom Heimatverein Oeffingen und dem Bürgerverein Hofen konzipierten Scillawald-Rundwanderweg ist kostenfrei erhältlich bei Frank Schwinghammer (
Tel.: 0711/516370, E-Mail: frank.schwinghammer@freenet.de)
oder zum Herunterladen hier links auf unserer Webseite Rundwanderweg.

Verfügen Sie über Fotografien, Dokumente oder Gegenstände aller Art aus der Oeffinger Geschichte, die Sie dem Heimatverein überlassen möchten, dann setzen Sie sich bitte mit unserem 1.Vorsitzenden,
Andreas Pfeiffer (Tel.: 0711/5181782) in Verbindung

 

 

 

 


Bankverbindung: Volksbank am Württemberg, IBAN: DE66 6006 0396 1580 9990 00, BIC: GENODES1UTV

Hinweis: Heimatmuseum St. Josef - Buchen Sie Sonderführungen ab 10 Personen.
              Ansprechpartner: Karl Kern, Tel.: 511998. Eintritt: Erwachsene 2.- EUR, Kinder/Schüler/Studenten: 1,- E