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OEFFINGEN 1999 e.V.
Heimat Verein Oeffingen

Heimatverein Oeffingen 1999 e.V.

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Veranstaltungen - Kirchturm Jubiläum

Oeffinger Kirchturmjubiläum 2007
5. - 13. Mai


Unterm Doppelkreuz ruht ein Dokument der Zeitgeschichte

Die katholische Kirchengemeinde Oeffingen feiert das 550-jährige Bestehen ihres Kirchturms
Festwoche im Mai geplant.

Seit 550 Jahren erhebt sich der Kirchturm der Christus-König-Kirche über Oeffingen.
Gefeiert soll dieses Jubiläum im Mai.
Der Erlös soll Renovierungsarbeiten in der Kirche zugute kommen.

Von Katja Edler

Die „Geburtsurkunde" des Kirchturms ist in Stein gemeißelt und für jeden ersichtlich. Aus der Inschrift auf der nördlichen Außenwand neben der Wendeltreppe ergibt sich der Tag seiner Einweihung. Es war der 20. April 1457. Ein Experte für alte Schriften war dem Oeffinger Heimathistoriker Anton Plappert bei der Entschlüsslung der gotischen Kursive behilflich.

Freigelegt wurde das historische Dokument 1976, als die alte Sakristei und das Kirchenschiff aus dem Jahr 1840 abgebrochen worden sind. Die räumlichen Verhältnisse entsprachen nicht mehr den Bedürfnissen der Zeit. Die Einwohnerzahl Oeffingens hatte sich seit der Erbauung mit damals 931 Bürgern vervielfacht Das Vorgänger-Gotteshaus der Heilig-Kreuz-Kirche war 15 Meter lang und fasste maximal 250 Personen. Sie erstreckte sich anders als das heutige Kirchenschiff mit seinen mehr als 600 Sitzplätzen in Richtung Hauptstraße und stand auf dem Gelände, das heute dem Gemeindezentrum Platz bietet, heute schafft eine Vorhalle die Verbindung zum historischen Kirchturm. Seine 550 Jahre alte Geschichte zeugt von den Lebensschnitten. Geld spielte stets eine wichtige Rolle. Auch als 1708 eine von vielen Turmrenovierungen anstand. "Schon damals lag die Gemeinde wegen der Übernahme der Baukosten mit dem Herzog von Württemberg im Clinch. Meist vergeblich. Dennoch wurde der Turm 1708 um zwei Stockwerke ergänzt und durch die so genannte Welsche Haube mit ihrer glockenförmig geschweiften Dachform abgeschlossen. Im Jahr 1822 wurden die beiden oberen Stockwerke erneut baufällig. Sie wurden abgebrochen und stattdessen achteckige Geschosse errichtet. Das dringend benötigte neue Kirchenschiff stellte die Katholiken in dieser Zeit erneut vor eine finanzielle Herausforderung „Die Gemeinde hat von 1820 bis 1828 mit dem Herzog von Württemberg um die Übernahme der Baukosten prozessiert" sagt Anton Plappert. Schließlich mussten die Gemeindemitglieder die 10 000 Gulden selbst aufbringen. 1000 steuerte der Staat bei, der Rest wurde mit königlicher Genehmigung, so der Heimatforscher, bei der Kollekte zusammengetragen.

Die Turmkuppel, genauer gesagt die Kugel unterhalb des Doppelkreuzes, birgt ein Schreiben aus dem Jahr 1924. Darin beschreibt der damalige Schultheiß Datphäus die Folgen der Inflation und die Mühe der Gemeinde, trotz der. Armut 3000 Gulden aufzubringen, um den Turm neu zu decken. Er solle für die nachfolgenden Generationen in Ehren gehalten werden. Auch der Zeppelin, der am 19. Oktober 1924 erstmals über den Dächern Oeffingens schwebte, wurde als bemerkenswertes Ereignis in dem Schreiben für die Nachwelt festgehalten. Besondere Beachtung fand der Kirchturm auch zum Jahreswechsel 1969/70, damals bescherte ein Witterungsumschwung den Oeffingern Temperaturen um minus 29 Grad Celsius. Die Kälte verschaffte ihnen noch nie da gewesene Einblicke: Unter dem Putz zeichnete sich das Fachwerk ab. Doch nicht nur die Wände Standen 1978 unter Beobachtung. Über die damalige Renovierung des Kirchturms wachte Pfarrer Otto Stengel stets persönlich - weshalb ihm der Ruf als „schwarzer Kapo" vorauseilte.

Auch die Festwoche anlässlich des Jubiläums soll mit ihrem Erlös zum Erhalt des Bauwerks beitragen und der Instandsetzung des historischen Turms zufließen. Dass die Feierlichkeiten zum Jubiläum nicht auf den Tag genau am 20. April, sondern vom 5. bis 3 zum 13. Mai stattfinden, hängt damit zusammen, „dass wir Terminkollisionen mit anderen Veranstaltungen vermeiden wollten", sagt die Kirchengemeinderätin Andrea Walz. Zusammen mit ihren Mitstreitern vom Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit arbeitet sie an der Gestaltung des Programms mit.

 

 


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 17.06.2007
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